3D-Contest Panther im Steampunk-Look

Panther

Anna Huber

Eckdaten

Sieben Fragen an Anna Huber

Magst du etwas über dich erzählen?

Ich heiße Anna Huber, bin 24 Jahre alt und arbeite freiberuflich als 3D-Artist für Agenturen und Direktkunden im Bereich Animationen und Modelling.

Wann hast du begonnen, mit CINEMA 4D zu arbeiten, und wie kamst du dazu?

Ich habe vor etwas mehr als 3 Jahren angefangen, mit CINEMA zu arbeiten. 3D wollte ich schon immer machen, seit ich im Alter von ca. 13 Jahren die ganzen 3D-Filme im Kino gesehen habe.

Welchen Tipp magst du Einsteigern in CINEMA 4D mit auf den Weg geben?

Vor allem viel Geduld. Gerade am Anfang können 3D-Programme mit ihren unzähligen Möglichkeiten ziemlich überwältigend sein

Was machst du heute, 2013, anders als noch vor 2-3 Jahren?

Vor ca. 3 Jahren stand ich noch ganz am Anfang und kannte quasi nur die Basisfunktionen von CINEMA 4D. Inzwischen weiß ich natürlich viel viel mehr über das Programm und seine Möglichkeiten, wodurch ich schneller und effizienter arbeite. Natürlich lernt man im Laufe der Zeit auch den einen oder anderen nützlichen Trick.

Welche weiteren Programme und welche Plug-Ins nutzt du in deinem Workflow mit CINEMA 4D und was spricht für diese Programme?

Zum Rendern benutze ich VRAY. Man bekommt einfach so schöne Ergebnisse, wenn man sich eingearbeitet hat. Für die Postwork von meinen Bildern benutze ich Photoshop, um meinen Bildern noch den letzten Feinschliff zu geben. Zusätzlich gibt es natürlich noch diese ganzen kleinen Plug-Ins für CINEMA direkt, die einem das Leben um einiges leichter machen können.

Deine Bilder (Panther und Gorilla) sind im Rahmen von Contests auf PSD-Tutorials.de entstanden? Kannst du dich noch erinnern, wie sie entstanden ist?

Panther: Mir ist schon länger die Idee zu einem realistischen Panther im Kopf herumgeschwirrt. Für den Steampunk-Contest habe ich diese dann über den Haufen geworfen und sie in einen Steampunk-Panther umgewandelt. Zuerst habe ich mir angeschaut, was die typischen Steampunk-Elemente sind und wie ich sie in meinen Panther einarbeiten kann. Anschließend habe ich mir Referenzmaterial über die Anatomie eines Panthers besorgt, da ich vorhatte, das komplette Skelett nachzubauen und man es auch durch die Außenhülle sehen sollte.

Bei dem Panther habe ich mich quasi von Innen nach Außen gearbeitet. Zuerst ging es mit den Knochen los. Dabei war es mir vor allem wichtig, darauf zu achten, dass alles ordentlich ineinandergreift, besonders an den Gelenken. Anschließend habe ich das komplette Skelett geriggt und getestet, ob alles so stimmt. Das war besonders wichtig, da ich ihn später noch animiert habe. Danach habe ich mich um die Außenhülle gekümmert. Hier musste ich vor allem darauf achten, dass bei den typischen Bewegungen die Platten nicht miteinander kollidieren. Als das geschafft war, habe ich allen Objekten Texturen zugeordnet, die Umgebung gebaut, Licht gesetzt und die Kamera eingerichtet. Gerendert habe ich das Ganze mit VRAY und habe dann das fertige Bild in Photoshop noch ein bisschen bearbeitet. Hauptsächlich eine Helligkeits-/Kontrast- und Farbkorrektur.

Gorilla: Als ich mir überlegt habe, was ich für den Wirbeltier-Contest machen könnte, bin ich durch Zufall auf ein sehr schönes Bild von einem Gorilla gestoßen. Da gerade das neue Sculpting Tool rausgekommen war und ich noch keine Gelegenheit hatte, es richtig auszuprobieren, dachte ich mir, dass der Gorilla mit seiner faltigen Haut das perfekte “Versuchsobjekt” dafür wäre. Zuerst habe ich wie immer Referenzmaterial zusammengetragen. Dann habe ich den Gorilla modelliert, sowohl mit Poly-by-Poly als auch mit dem Sculpting Tool. Anschließend habe ich das Fell mit Hair gemacht und ihm schon mal ein paar Texturen verpasst. Danach habe ich ihn geriggt und Blendshapes erstellt, da er auch noch animiert wird. Zuletzt habe ich die Umgebung erstellt, die Kamera und das passende Licht eingestellt und noch einige Kleinigkeiten in den Texturen verändert. Das Ganze habe ich mit VRAY rausgerendert und noch eine kleine Helligkeit-/Kontrast- und Farbkorrektur in Photoshop vorgenommen. 

Kannst du die Teilnahme an 3D-Contests grundsätzlich empfehlen? Was lernt man selbst dabei?

Auf jeden Fall … man kann viel herumexperimentieren, sowohl mit neuen Techniken als auch Ideen. Des Weiteren sieht man sich im Vergleich mit anderen und kriegt einiges an Tipps mit, was man verbessern kann.

Gorilla